16.01.2021

Bündner Jahrbuch 2020

Der Germanist und Kunsthistoriker Gabriel Peterli stellt in der Ausgabe 2020 des Bündner Jahrbuches eine Auswahl an profanen Glasmalereien in Chur vor.

Kriterien für seine Wahl aus Werken aus dem 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart waren „in erster Linie die künstlerische Qualität und die Frage, ob sie für die Epoche, in der sein entstanden sind, repräsentativ sind“.

Bei den präsentierten Werken von „beachtliche Qualität“ befindet sich auch die mehrteilige Arbeit „Zirkusparade“ von Gian Casty im Otto Barblan Schulhaus.

Den Beitrag finden Sie hier bzw. in der Rubrik ‚Zu Gast / Hingeschaut / Lesenswert‘. Dieser Artikel wurde freundlicher Weise vom Tardis Verlag zur Verfügung gestellt.

06.01.2021

Zum Dreikönigstag

Das Fenster von Gian Casty in der Zuozer Dorfkirche San Luzi.

Foto: Hans Fischer

04.01.2021

Aus dem Filmarchiv von RTR

Die Churre Altstadt-Galerie im Maladerser Törli präsentierte im Jahre 1980 Werke von Gian Casty. Im Beitrag  von Radiotelevision Svizra Rumantscha RTR ist eine stattliche Anzahl von Entwürfen und Glasbildern zu sehen, welche in der Zwischenzeit neue öffentliche oder private Besitzer gefunden haben.

03.01.2021

Königin von Saba

Glasbild, 66 x 48.5 cm

Eine bisher unbekannte Scheibe ist kürzlich an einer Weihnachtsauktion aufgetaucht. Das Glasgemälde wurde unter dem Titel ‚Reiter’ angeboten.

Die Sitzposition der Person mit beiden Beinen auf einer Pferdeseite weist jedoch auf eine Reiterin im Damensitz hin. Die Kopfbedeckung in Form einer Krone deutet zudem auf eine adelige Person.

Ein äthiopisches Fresko, welches die Königin von Saba darstellt, liefert wohl den entscheidenden Hinweis.

Schliesslich ist Gian Casty dafür bekannt auch biblische Szenen aus den Testamenten darzustellen.

Werkverzeichnis: M-364

Mögliches Vorbild für das Glasbild ‚Königin von Saba‘

01.01.2021

bun di   bun an

guten Tag & gutes Jahr 2021

Mit individuell gestalteten Grusskarten pflegte Gian Casty jeweils seinem Bekannten- & Freundeskreis ein gutes neues Jahr zu wünschen.

Eine schöne Auswahl dieser Karten hat Heinz Weidkuhn in seinem Buch „Der unbekannte Gian Casty“ zusammengestellt.

24.12.2020

Frohe Weihnachten

Plakat; 127,5 x 90,5 cm

1956 hat Gian Casty dieses Plakat gestaltet.

Das Original befindet sich in der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern.

16.12.2020

Kantonsschule Frauenfeld   –  Wieder im Licht

Foto: R. Elser

Zwischenzeitlich lagerte die Scheibe ‚Turnfest‘ im Elektrokeller. Jetzt präsentiert sich das 217 x 92 cm grosse Glasgemälde wieder im besten Lichte.  Das im Jahre 1968 von der Studentenvereinigung ‚Concordia‘ gestiftete Werk wirkt in der modernen Umgebung der neuen Turnhalle der Kantonsschule Frauenfeld frisch & zeitgemäss.

10.11.2020

Gian Casty im Bündner Tagblatt

In einem ganzseitigen Bericht zeichnet der Autor und Casty-Kenner Heinz Weidkuhn das Wirken von Gian Casty nach. Bei dieser Aufzeichnung schöpft der Verfasser auch aus den vielen persönlichen Begegnungen & Gesprächen mit dem Künstler.

Den ganzen Artikel finden Sie hier in der Rubrik ‚Zu Gast / Hingeschaut / Lesenswert‘.

10.11.2020

Herbst

Entwurf für ein Glasbild, 63 x 22.5 cm; 1976

Obwohl ’nur‘ Vorstufe für geplante Glasbilder, faszinieren Casty’s Entwürfe.

Mit wenigen, oft  breit und rasch aufgetragenen Strichen bringt der Künstler die Essenz auf das Papier.

Unverwechselbar – einzigartig:  Gian Casty

10.10.2020

Christopherus

Entwurf für ein Glasbild, 88 x 55 cm; 1955

Im November 2015 gelangte diese unsignierte ‚Christopherus’-Darstellung im Aktionshaus Zofingen zur Versteigerung.

Es handelt sich dabei zweifelsfrei um den Entwurf zu dem Glasbild von Gian Casty, welches dann von der Schweiz. Eidgenossenschaft aufgekauft und Papst Pius XII anlässlich seines 80. Geburtstages überreicht wurde.

(vgl. dazu ‚Glasmaler Gian Casty, AUS DEM DUNKELN LEUCHTEN‘, 2011, S. 102-103)

05.10.2020

Reformierte Kapelle Göschenen

Glasbild, 82 x 87 cm; 1961

Am Ausgang des Urner „Eisenbahndorfes“, an der Strasse auf die Göscheneralp, steht die 1961 erbaute Kapelle. Als farbiger Akzent ist im Dreieck der Stirnwand das kleine Glasfenster von Gian Casty eingelassen. Es dürfte sich hier um das einzige dreieckige Glasgmälde von Casty handeln.

Foto: Otto Pfeifer, Luzern, aus HUBACHER UND ISSLER ARCHITEKTEN, Ausgewählte Bauten  1946-1987

24.07.2020

Reformierte Kirche Schwyz

Glasbild „Auferstehung“, 285 x 66 cm; 1958

Der vom Zürcher Büro Hubacher und Issler Architekten 1955/56 entworfene Kirchenraum besticht durch seine Einfachheit und Klarheit. Das Glasbild „die Auferstehung“ von Gian Casty setzt einen markanten farbigen Akzent im zurückhaltend gestalteten Raum. Dieses visuelle Konzept übernimmt Casty später auch in vielen seiner Glasmalereien, wo er Kontrastfarben sehr zurückhaltend und gezielt verwendet.

Foto: André Melchior, Zollikon

04.07.2020

Sommer

Glasbild 73 x 53.5 cm; 1977

Aus dem mehrteiligen Werk

‚4 JAHRESZEITEN“.

Ursprünglich für die Läckerlifabrik A. Klein AG in Münchenstein geschaffen, zierte diese Scheibenserie dort jahrelang den Kantinenraum.

22.06.2020

Ein Zeichen der Hoffnung

Aus dem Dunkeln leuchtet „die Auferstehung“ von Gian Casty.

Kirche San Bastiaun, Zuoz

27.05.2020

Gian Casty und die Vögel

„Die Vögel sind seine kleinen und grossen Freunde, die ihn durch das ganze Leben begleiten. Auch in schwierigen Situationen soll man nicht die Flügel hängen lassen. Man soll pfeifen, wenn es regnet. Ihr zerbrechliches Sein, die perfekte Form, die es zum Fliegen braucht und die verschiedenen Farben, die sich bei den Bewegungen ändern, faszinieren ihn.

Hier entdeckt er in einem Mikrokosmos die Farben und wenn es Abend wird und die Farben verschwinden, entstehen daraus Töne. Hier findet der Maler die wertvollsten Eingebungen.“

Gian Pedretti, Maler, Schriftsteller, Freund

Dieses Glasbild befindet sich im Institut für Physik, Basel. Interpretation zum Thema „Luft“ aus dem mehrteiligen Werk die ‚4 Elemente‘, 1970

12.05.2020

Der Matrose – Eine Neuentdeckung

Der Basler Rheinhafen muss Gian Casty inspiriert haben. Jedenfalls hat er eine Reihe von Glasbildern geschaffen, welche die Schifffahrt und damit die Verbindung seiner Wahlheimat Basel zur „weiten Welt“ thematisieren.

„Briefmarken“-Scheibe in Basler Schulhaus

Casty hat das Matrosen-Motiv häufig zitiert und in verschiedenen Varianten dargestellt.
Am bekanntesten ist wohl die grosse Scheibe im Basler Gelert-Schulhaus (140 x 130 cm). Dieses Werk wurde im Zusammenhang mit dem Wettbewerb für das Schifffahrtsamt in den Jahren 1956/57 geschaffen. Nationale Berühmtheit erlangte es dann, als es 1970 als Motiv für die 10er Briefmarke der Pro Patria Serie ausgewählt wurde.

Variante in Zuoz

Ebenfalls eine grosse Scheibe mit einem vergleichbaren Motiv kann heute in Zuoz bewundert werden. Diese wurde Ende der 1950er Jahre für den Bankverein in Basel hergestellt. Die hier abgebildete Scheibe dürfte auch in diesem Zeitraum – also zwischen 1957-1960 – geschaffen worden sein. Oft hat Gian Casty neben diversen Entwürfen auf Papier auch kleinere Scheiben mit den Motiven seiner Hauptwerke erstellt.
Speziell an diesem Werk ist der Hintergrund, welcher offensichtlich einen Frachter symbolisiert. Meist sind stilisierte Segelboote eingearbeitet.

Die Scheibe ist 68 cm hoch und 55.5 cm breit. WVZ: M-357

12.04.2020

Oster-Schneehase

Die Hasen von Gian Casty tragen in der Regel ein weisses Fell: Schneehasen eben.

Mit der Schneeschmelze nach Ostern tauscht dann der Schneehase in der Natur sein weisses Winterfell gegen ein braunes Sommerfell, welches besser an die sommerliche Umgebung angepasst ist.

Dieses Werk hat Gian Casty um das Jahr 1965 für ein Einfamilienhaus in Zuoz hergestellt, wo es sich noch heute befindet. Die Scheibe ist 101 cm hoch und 31 cm breit.

06.04.2020

Neuentdeckung – Fisch, ca. 1958

Fisch

Im August 2019 wurde in St. Moritz  dieses Glasbild mit den Massen 25 x 36 cm versteigert. Obwohl im Werkverzeichnis eine fast identische Scheibe aufgeführt ist (M-44), handelt es sich hier um eine bisher nicht registrierte Arbeit.

„Gian Casty hat oft den gleichen Scheibenriss für die Fertigung mehrerer Scheiben genutzt, meist teils mit anderen Farben, und selbst wenn sie ‚gleich‘ waren, waren sie anders, weil kein Stückchen Glas genau gleich war. Er hat oft auch an einer anderen Stelle signiert.“  Dr. K.K.