24.07.2020

Reformierte Kirche Schwyz

Glasbild „Auferstehung“, 285 x 66 cm; 1958

Der vom Zürcher Büro Hubacher und Issler Architekten 1955/56 entworfene Kirchenraum besticht durch seine Einfachheit und Klarheit. Das Glasbild „die Auferstehung“ von Gian Casty setzt einen markanten farbigen Akzent im zurückhaltend gestalteten Raum. Dieses visuelle Konzept übernimmt Casty später auch in vielen seiner Glasmalereien, wo er Kontrastfarben sehr zurückhaltend und gezielt verwendet.

Foto: André Melchior, Zollikon

04.07.2020

Sommer

Glasbild 73 x 53.5 cm; 1977

Aus dem mehrteiligen Werk ‚4 JAHRESZEITEN“.

Ursprünglich für die Läckerlifabrik A. Klein AG in Münchenstein geschaffen, zierte diese Scheibenserie dort jahrelang den Kantinenraum.

22.06.2020

Ein Zeichen der Hoffnung

Aus dem Dunkeln leuchtet „die Auferstehung“ von Gian Casty.

Kirche San Bastiaun, Zuoz

27.05.2020

Gian Casty und die Vögel

„Die Vögel sind seine kleinen und grossen Freunde, die ihn durch das ganze Leben begleiten. Auch in schwierigen Situationen soll man nicht die Flügel hängen lassen. Man soll pfeifen, wenn es regnet. Ihr zerbrechliches Sein, die perfekte Form, die es zum Fliegen braucht und die verschiedenen Farben, die sich bei den Bewegungen ändern, faszinieren ihn.

Hier entdeckt er in einem Mikrokosmos die Farben und wenn es Abend wird und die Farben verschwinden, entstehen daraus Töne. Hier findet der Maler die wertvollsten Eingebungen.“

Gian Pedretti, Maler, Schriftsteller, Freund

Dieses Glasbild befindet sich im Institut für Physik, Basel. Interpretation zum Thema „Luft“ aus dem mehrteiligen Werk die ‚4 Elemente‘, 1970

12.05.2020

Der Matrose – Eine Neuentdeckung

Der Basler Rheinhafen muss Gian Casty inspiriert haben. Jedenfalls hat er eine Reihe von Glasbildern geschaffen, welche die Schifffahrt und damit die Verbindung seiner Wahlheimat Basel zur „weiten Welt“ thematisieren.

„Briefmarken“-Scheibe in Basler Schulhaus

Casty hat das Matrosen-Motiv häufig zitiert und in verschiedenen Varianten dargestellt.
Am bekanntesten ist wohl die grosse Scheibe im Basler Gelert-Schulhaus (140 x 130 cm). Dieses Werk wurde im Zusammenhang mit dem Wettbewerb für das Schifffahrtsamt in den Jahren 1956/57 geschaffen. Nationale Berühmtheit erlangte es dann, als es 1970 als Motiv für die 10er Briefmarke der Pro Patria Serie ausgewählt wurde.

Variante in Zuoz

Ebenfalls eine grosse Scheibe mit einem vergleichbaren Motiv kann heute in Zuoz bewundert werden. Diese wurde Ende der 1950er Jahre für den Bankverein in Basel hergestellt. Die hier abgebildete Scheibe dürfte auch in diesem Zeitraum – also zwischen 1957-1960 – geschaffen worden sein. Oft hat Gian Casty neben diversen Entwürfen auf Papier auch kleinere Scheiben mit den Motiven seiner Hauptwerke erstellt.
Speziell an diesem Werk ist der Hintergrund, welcher offensichtlich einen Frachter symbolisiert. Meist sind stilisierte Segelboote eingearbeitet.

Die Scheibe ist 68 cm hoch und 55.5 cm breit. WVZ: M-357

12.04.2020

Oster-Schneehase

Die Hasen von Gian Casty tragen in der Regel ein weisses Fell: Schneehasen eben.

Mit der Schneeschmelze nach Ostern tauscht dann der Schneehase in der Natur sein weisses Winterfell gegen ein braunes Sommerfell, welches besser an die sommerliche Umgebung angepasst ist.

Dieses Werk hat Gian Casty um das Jahr 1965 für ein Einfamilienhaus in Zuoz hergestellt, wo es sich noch heute befindet. Die Scheibe ist 101 cm hoch und 31 cm breit.

06.04.2020

Neuentdeckung – Fisch, ca. 1958

Fisch

Im August 2019 wurde in St. Moritz  dieses Glasbild mit den Massen 25 x 36 cm versteigert. Obwohl im Werkverzeichnis eine fast identische Scheibe aufgeführt ist (M-44), handelt es sich hier um eine bisher nicht registrierte Arbeit.

„Gian Casty hat oft den gleichen Scheibenriss für die Fertigung mehrerer Scheiben genutzt, meist teils mit anderen Farben, und selbst wenn sie ‚gleich‘ waren, waren sie anders, weil kein Stückchen Glas genau gleich war. Er hat oft auch an einer anderen Stelle signiert.“  Dr. K.K.